Berichte

Neues aus der NMS Bärnbach

Gedanken der vierten Klasse zum Homeschooling

Marcels Statements zum Homeschooling

Ich finde diese Lernsituation teilweise schwierig, da ich mich bei vielen Aufträgen nicht auskenne. Mich nervt, dass ich den ganzen Tag alleine bin und ich mich bei den Aufgaben oft nicht auskenne und ich auch keinen fragen kann. Wenn ich einen Lehrer anschreibe, muss ich immer eine Weile warten, und dann dauert alles länger, aber das ist okay. Das Positive ist, dass ich lang schlafen kann und ich während des Arbeitens essen kann. Ich freue mich schon, wenn die Schule wieder öffnet, weil ich alle meine Freunde vermisse und auch sehr viele Lehrer und Lehrerinnen. Was ich schon super finde, ist, dass wir nicht in jedem Fach so viele Aufgaben bekommen, sowie Freunde in anderen Schulen. Ich freue mich auch schon auf die nächste Videobesprechung, wenn dann meine Kollegen und meine Klassenvorständin sehe. Was ich ziemlich nervig finde ist, dass wir jetzt auch neuen Stoff bekommen, weil ich manchmal gar nicht hinter her komme.
(Marcel, 4a)

Lenas Meinung zum Homeschooling

Ich hätte nie gedacht, dass wir irgendwann von zu Hause aus lernen müssen oder dass die Situation mit Corona so extrem sein kann, wie es gerade ist. Vor Corona habe ich mich immer beschwert, dass Schule nicht so toll ist wegen mehrerer Gründe wie z.B. das frühe Aufstehen und das Lernen. Und meine Mitschüler haben mich manchmal auch genervt, weil sie laut sind oder mich geärgert haben.  In der Schule war es aber immer gut, wenn man den Lehrer fragen konnte, falls etwas nicht klar war. Dann hat dir der Lehrer alles so erklärt, dass du es verstanden hast. Jetzt muss man fast alles, was man nicht kann oder versteht, selber herausfinden, wie es funktioniert , damit man es machen kann. Und wie man es den Lehrern schicken kann, auch das ist manchmal kompliziert genug. Wir bekommen ja sehr viel Hausübung, so dass wir mehrere Stunden dabeisitzen müssen. Ich hab oft gar keine Pause, weil ich ja fertig werden will. Ich freue mich echt, wenn die Schule wieder losgeht. 

(Lena, 4b)

Homeschoolinggedanken von Philipp

Naja, so schlecht ist Homeschooling gar nicht.

In der Früh klingelt kein Wecker, so kann ich länger schlafen.

Das finde ich toll. Aber schade ist, dass ich meine Freunde in der Schule nicht sehen kann.

Das macht mich traurig. Vor Homeschooling war einfach alles so normal, jetzt ist es ein wirklicher Ausnahmezustand.

Wie geht es mir beim Lernen? Eigentlich ganz gut.

Viele Arbeiten sind am Laptop zu erledigen, das mache ich gerne. 

Bei neuen Themen hilft mir oft das Internet weiter. 

Wenn ein neuer Arbeitsauftrag kommt, mache ich ihn meistens sofort bzw. so schnell es geht.

Dann brauche ich nicht mehr darauf zu denken, was ich noch alles machen muss. 

Manchmal bin ich verärgert, wenn ich nicht alles beim ersten Mal schaffe, aber dann gelingt es mir doch meistens irgendwie.

Aber ich möchte, dass alles wieder so wie früher wird, als wir jeden Tag in die Schule gehen mussten, damit wir uns weiterentwickeln. Dass also alles wieder normal wird.....

(Philipp, 4b)

Innere Monologe aus der Homeschoolingzeit

Die Gedanken von Jonas aus der 4a

“Schon wieder so viel Hausübung!” Jetzt bin ich gerade aufgestanden und habe schon wieder so viele neue Aufträge bekommen. Ich weiß, es ist auch schon neun, aber irgendwie wollte ich heute nicht früher aufstehen. Na gut, dann werde ich auch noch am Nachmittag etwas machen müssen. Aber jetzt esse ich schnell eine Kleinigkeit und dann geht es los. Eigentlich ist die derzeitige Situation gar nicht so schlimm, weil ich mir alles einteilen kann wie ich es will. “Mann, jetzt kommt schon wieder Isabell, was will die denn von mir?” Jetzt sitze ICH am PC, sie soll mich in Ruhe lassen! Wie soll ich mich da konzentrieren? 

Wann geht denn endlich wieder die Schule los? Was Kevin, Tobias und Matthias wohl machen? Ich finde es zwar echt cool, so viel daheim zu sein, aber jetzt freue ich mich wirklich schon wieder auf die Schule und darauf, meine Freunde zu sehen. Dass ich mich mal auf die Schule freue, das hätte ich mir echt nicht gedacht.... 

So ging es Samy aus der 4a

Montag, mein Kopf ist leer und meine Gedanken sagen nur SCHLAFEN! Meine Mutter versucht gerade, mich aufzuwecken, doch ich wünsch mir nur noch 5 Minuten Schlaf. Mann, sobald ich jetzt aufstehe, wird mich meine Mutter mit den Hausaufgaben nerven und darauf habe ich gar keinen Bock. Ich denke an die Zeiten zurück, wo morgens nicht das erste Thema die Aufgabe war. Es regnet. Jetzt wird es nicht mal was, dass ich mit meinem neuen Rad eine Tour machen kann. Na toll, jetzt bin ich wach und habe schon den ersten Grant. Ich geh aus meinem Zimmer und wünsche meiner Mutter trotzdem mal einen Guten Morgen und hoffe, dass sie mich noch 5 Minuten mit den Aufgaben verschont. 

Zu meiner Überraschung bekomme ich noch 30 Minuten Ruhe und bin so dankbar dafür. Wie gern würde ich jetzt mit dem Rad raus und neue Tricks lernen. 

2 Uhr nachmittags. Heute läuft es gut!. Meine Laune hat sich doch noch gebessert und zum Glück auch das Wetter. Heute gab es mal nicht so viel Stoff und ich war richtig schnell fertig, Gott sei Dank! 

Mein Magen knurrt, ich bin hungrig. Der Tag wird noch besser, Mama kocht mir mein Lieblingsessen. 

Leider läuft nicht jeder Tag so geschmiert. Meistens habe ich morgens eine Laune wie ein Bär, der aus dem Winterschlaf erwacht und das bessert sich nicht so leicht. Wie ich mich schon auf meine Freunde in der Schule freue, mit denen ich erst mal Späße mache, bevor das Lernen beginnt!! 

Aber bald öffnet die Schule wieder. Ich habe nicht einmal ein Problem damit, dass ich noch früher aufstehen muss. Hauptsache, es wird alles wieder normal... 

Julias (4b) Gedanken während des Homeschoolings

Es ist Montagvormittag. Ich bin müde, ich habe Hunger, ich habe keine Motivation und am schlimmsten ist, dass ich allein lernen muss... Schlimm genug, dass ich heute viel zu spät aufgestanden bin und jetzt schon gefühlte 20 HÜs zugeschickt bekommen habe. Wie soll ich das schaffen? Gut, dass heute so schönes Wetter ist, da kann ich am Nachmittag eine Runde spazieren gehen. Abgesehen davon, dass ich bestimmt das Vergnügen haben werde, bis in die Nacht an meinen Aufsätzen und all den anderen HÜs zu sitzen. Wie lange soll das noch so weiter gehen? Ich vermisse meine Freunde und allgemein die ganze Schule. Das hätte ich mir vor Corona nicht gedacht!  Ich hoffe, es ist bald wieder normaler Unterricht in der Schule und ich brauche nicht alles selbst zu lernen. Die jetzige Situation nervt mich schön langsam ein wenig. 

 In der Hoffnung, dass alles wieder gut wird, arbeite ich jetzt noch weiter an meinen Aufgaben...

Die Gefühle von Emelie aus der 4b

Es begann eigentlich ganz harmlos, keiner dachte, dass es jemals uns treffen würde, doch es kam anders als gedacht....
In der Schule brach von einem Moment auf den anderen das reine Chaos aus!
Oder brach es nur in mir selbst aus?
Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, was für Gefühle in mir hochkommen würden.
Nun hieß es Homeschooling, mit dem Internet arbeiten und alleine verstehen und lernen.
Ab Tag 1 stieg in mir noch mehr emotionales Chaos hoch, als es schon da war.
Die ersten zwei Wochen waren reiner Horror, ich fluchte und heulte zu gleich.
Ich war innerlich gestresst, doch merkte zugleich, wie diese tägliche Last immer weniger wurde.
Nun ergriff ich diese Chance, mich  auf mich selbst zu konzentrieren und mich auf die Schule zu fokussieren.
Mein Selbstbewusstsein wächst von Tag zu Tag und ich setze mir mehr schulische Ziele.
Doch mittlerweile hab ich das Homeschooling schon ziemlich satt und bin sehr froh, wenn wieder etwas Alltag in mein Leben zurück kommt.
Trotz des schlimmen Virus sehe ich das Leben positiv und bin sehr froh, dass ich mal dem Alltag entfliehen und mir auch  die Zeit nehmen konnte, um auf mich zu schauen und mein Selbstbewusstsein zu stärken.

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